Fassadenholz passend zur Produktion auswählen
WOB Timber liefert Holz für Unternehmen, die Fassadenprofile und Außenbekleidungen selbst herstellen und weiterverarbeiten. Zum Sortiment gehören besäumtes Schnittholz und Blockware aus europäischen und afrikanischen Holzarten.
Welche Ware geeignet ist, richtet sich nach dem vorgesehenen Profil, der späteren Bewitterung und den Anforderungen an Optik und Verarbeitung. Gemeinsam mit dem Einkäufer stimmen wir Holzart, Rohdimension, Qualität, Holzfeuchte und benötigte Menge ab.
Die Profilierung, Oberflächenbehandlung und technische Ausführung der Fassade erfolgen anschließend durch den verarbeitenden Betrieb. WOB liefert dafür das passende Ausgangsmaterial.
Rohmaß und Fertigmaß aufeinander abstimmen
Für eine wirtschaftliche Fertigung müssen Rohstärke, Brettbreite und Länge zum späteren Profil passen. Hobeln, Profilieren und Sortieren reduzieren den nutzbaren Querschnitt und müssen bei der Bestellung berücksichtigt werden.
Neben dem Fertigmaß benötigen wir deshalb Angaben zu den vorgesehenen Bearbeitungsschritten und den gewünschten Zugaben. So lässt sich prüfen, welche Dimensionen verfügbar sind und welche Lieferform die beste Materialausbeute ermöglicht.
Qualität und Oberflächenbild festlegen
Bei sichtbaren Fassadenflächen spielen Farbe, Astigkeit, Faserverlauf und Struktur eine wichtige Rolle. Für naturbelassene Profile gelten häufig andere Anforderungen als für Ware, die später deckend beschichtet wird.
Je genauer das gewünschte Erscheinungsbild beschrieben ist, desto gezielter kann eine geeignete Partie ausgewählt werden. Auch die Frage, ob natürliche Unterschiede bewusst sichtbar bleiben dürfen, sollte bereits bei der Anfrage geklärt werden.
Holzarten für die Herstellung von Fassadenprofilen
Douglasie und Europäische Lärche
Douglasie und Europäische Lärche gehören zu den bewährten Nadelhölzern für Außenbekleidungen. Beide Holzarten besitzen eine markante Jahresringzeichnung und eignen sich für Fassaden, bei denen ein natürlicher und lebendiger Holzcharakter gewünscht ist.
WOB bietet Douglasie aus deutschen Sägewerken sowie Europäische Lärche als Blockware für die weitere Bearbeitung an. Der Verarbeiter kann daraus die benötigten Breiten und Profile passend zum jeweiligen Projekt herstellen.
Die spätere Eignung hängt neben der Holzart auch von Sortierung, Splintanteil, Profilgestaltung, Oberflächenbehandlung und konstruktivem Holzschutz ab.
Iroko/Kambala
Iroko/Kambala ist eine dauerhafte afrikanische Holzart für hochwertige und stärker beanspruchte Außenbauteile. Das Holz besitzt eine goldbraune bis kräftig braune Farbgebung und entwickelt bei Bewitterung eine natürliche Patina.
Bei WOB ist Iroko/Kambala als Schnittholz und Blockware erhältlich. Dadurch kann die Ware sowohl für planbare Produktionsabläufe als auch für individuelle Zuschnitte und besondere Profilbreiten eingesetzt werden.
FSC®-100%-zertifizierte Lieferformen sind verfügbar. Die gewünschte Zertifizierung sollte gemeinsam mit Dimension, Qualität und Menge angefragt werden.
Schnittholz oder Blockware?
Besäumtes Schnittholz für planbare Abläufe
Besäumtes Schnittholz besitzt bereits parallel verlaufende Kanten und lässt sich leichter in standardisierte Fertigungsprozesse integrieren. Es eignet sich besonders für wiederkehrende Profile, Serienfertigung und Bauteile mit definierten Rohbreiten.
Bei ausgewählten Holzarten stehen fallende oder feste Breiten zur Verfügung. Welche Variante wirtschaftlicher ist, hängt vom Profil, der benötigten Deckbreite und dem zu erwartenden Verschnitt ab.
Blockware für flexible Breiten
Blockware bietet mehr Freiheit bei der Einteilung der natürlich gewachsenen Brettbreiten. Sie ist sinnvoll, wenn unterschiedliche Profilbreiten, besondere Sichtflächen oder ein gezielter Maserungsverlauf benötigt werden.
Der zusätzliche Aufwand für Besäumung und Sortierung muss jedoch bei der Kalkulation berücksichtigt werden. WOB unterstützt bei der Auswahl einer geeigneten Holzart, Stärke und Partie für die geplante Weiterverarbeitung.
Technische Trocknung und Lieferzustand
Holzfeuchte passend zur Profilfertigung
Die benötigte Holzfeuchte hängt von Holzart, Materialstärke und weiterem Produktionsablauf ab. Auch die spätere Oberflächenbehandlung und Lagerung beim Verarbeiter können den geeigneten Lieferzustand beeinflussen.
Bei der Anfrage sollte deshalb möglichst eine gewünschte Zielfeuchte oder ein Feuchtebereich angegeben werden. So kann geprüft werden, ob vorhandene Ware direkt verarbeitet werden kann oder eine zusätzliche Trocknung sinnvoll ist.
Nachtrocknung in eigenen Anlagen
WOB verfügt über eigene Vakuumtrockenkammern. Je nach Holzart, Stärke, Ausgangsfeuchte und Liefertermin kann vorhandene Ware kontrolliert auf einen abgestimmten Lieferzustand nachgetrocknet werden.
Gerade bei stärkeren Einschnitten oder empfindlicheren Holzarten sollte die Trocknung frühzeitig in die Produktionsplanung einbezogen werden.
Zertifizierung und Herkunft
Zertifizierungen und Herkunftsnachweise werden für die konkrete Holzart und Lieferform geprüft. Je nach Sortiment sind FSC®- oder PEFC-zertifizierte Ausführungen verfügbar.
Dazu gehören beispielsweise zertifizierte Lieferformen von Europäischer Lärche, Douglasie und Iroko/Kambala. Welche Zertifizierung für die benötigte Dimension und Menge verfügbar ist, sollte bereits bei der Anfrage angegeben werden.
Die technischen Systeme und Schnittstellen für die EUDR-Rückverfolgbarkeit sind bei WOB eingerichtet.
Fassadenholz und Rohdimensionen anfragen
Für eine gezielte Bestands- und Angebotsprüfung benötigen wir möglichst folgende Angaben:
- gewünschte Holzart oder zulässige Alternativen
- geplantes Fassadenprofil
- Rohstärke, Mindestbreite und Länge
- benötigte Menge
- gewünschte Qualität und Oberflächenwirkung
- erforderliche Holzfeuchte
- naturbelassene oder später beschichtete Oberfläche
- benötigte Zertifizierung
- Liefertermin und Zielort
Unsere Ansprechpartner prüfen geeignete Holzarten, verfügbare Dimensionen und mögliche Lieferzustände für Ihre Produktion.



