Holz nachhaltig gewinnen.
Stiftung „Walderhaltung in Afrika“
Ein Engagement aus der Unternehmensgeschichte
1976 gründete Willi O. Bührich die Stiftung „Walderhaltung in Afrika“. Das Engagement verbindet die Geschichte der WOB-Gruppe mit ihrer Verantwortung als Holzimporteur für die Wälder in den Herkunftsregionen.
Die Stiftung förderte gemeinsam mit der damaligen Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft in Hamburg wissenschaftliche Arbeiten zur Walderhaltung und Landnutzung in den Tropen und Subtropen. Im Mittelpunkt stehen die Erhaltung der Wälder und eine verantwortungsvolle Nutzung ihrer natürlichen Ressourcen.
Unterstütztes Projekt in Ghana
Ein dokumentiertes Beispiel ist ein Projekt zur nachhaltigen Entwicklung von Waldrandgebieten in der Ashanti-Region Ghanas. Mit Unterstützung der Stiftung wurde gemeinsam mit der örtlichen Bevölkerung ein agroforstliches Konzept umgesetzt.
Fruchtbäume wie Mango, Orange und Cashew wurden mit landwirtschaftlichen Kulturen kombiniert. Zusätzliche Erträge sollten Einkommen schaffen und den Anreiz erhöhen, die Bäume und angrenzenden Wälder vor Feuer zu schützen.
Zertifizierte Holzarten im WOB-Sortiment
FSC® und PEFC für ausgewählte Produkte
Das aktuelle WOB-Sortiment umfasst zahlreiche zertifizierte Handelsformen. Europäische Eiche ist beispielsweise als FSC®- und PEFC-zertifiziertes Rundholz erhältlich, Douglasien-Blockware wird mit FSC® 100% und PEFC 100% angeboten und Oregon Pine Clears Rift ist als PEFC-100%-Ware ausgewiesen.
Bei afrikanischen Hölzern führt WOB unter anderem FSC®-100%-zertifiziertes Rundholz und Schnittholz aus Iroko/Kambala, Kosipo, Sapeli und Sipo. Dark Red Meranti wird als PEFC-100%-zertifiziertes Schnittholz geführt. Die konkrete Zertifizierung muss dennoch immer für die angefragte Handelsform und Lieferung bestätigt werden.
Zertifizierung und Legalitätsnachweis unterscheiden
FSC® und PEFC beziehen sich auf verantwortungsvolle beziehungsweise nachhaltige Waldbewirtschaftung und die kontrollierte Weitergabe zertifizierter Ware innerhalb der Lieferkette. Andere Systeme wie FLEGT dienen vorrangig dem Nachweis der legalen Holzerzeugung und Ausfuhr.
Für Einkäufer sind diese Unterschiede wichtig: Ein Legalitätsnachweis ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer FSC®- oder PEFC-Zertifizierung. Welche Dokumente für ein Projekt, eine Ausschreibung oder die eigene Lieferkette benötigt werden, sollte deshalb bereits bei der Anfrage angegeben werden.
Zertifizierte Ware projektbezogen anfragen
Benötigte Nachweise frühzeitig festlegen
Welche Dokumentation erforderlich ist, hängt vom Projekt und vom Kunden ab. Öffentliche Ausschreibungen, Bauprojekte, industrielle Lieferketten oder eigene Nachhaltigkeitsrichtlinien können unterschiedliche Anforderungen stellen.
Bei einer Anfrage sollten deshalb möglichst folgende Angaben übermittelt werden:
gewünschte Holzart und Handelsform
benötigte Menge und Dimensionen
erforderliche FSC®- oder PEFC-Aussage
Anforderungen an Herkunft und Rückverfolgbarkeit
benötigte Lieferkettendokumente
vorgesehener Einsatz und Liefertermin
Zertifizierung und Verfügbarkeit prüfen lassen
WOB prüft anhand der konkreten Anfrage, welche Holzarten, Dimensionen und zertifizierten Handelsformen verfügbar sind. So erhalten Einkäufer eine belastbare Auskunft zur tatsächlich angebotenen Ware, statt einer pauschalen Nachhaltigkeitsaussage über das gesamte Sortiment.
Aufforstung, Rückverfolgbarkeit und EUDR
Waldschutz wird Teil der Lieferkettendokumentation
Die EUDR verbindet den Handel mit erfassten Holzprodukten mit Anforderungen an Entwaldungsfreiheit, Legalität und Rückverfolgbarkeit. Relevante Ware darf nicht von Flächen stammen, auf denen nach dem festgelegten Stichtag Entwaldung oder eine erfasste Waldschädigung stattgefunden hat.
Damit wird die Frage nach Waldentwicklung und Erzeugungsfläche zu einem festen Bestandteil des professionellen Holzeinkaufs. Eine allgemeine Aussage zur Aufforstung genügt dafür nicht; benötigt werden konkrete Daten und Dokumente zur jeweiligen Lieferkette.
Systeme und Schnittstellen sind eingerichtet
Die technischen Systeme und Schnittstellen für die EUDR-Rückverfolgbarkeit sind bei WOB bereits eingerichtet. Die operative Nutzung wird aktiviert, sobald die entsprechenden Abläufe im Zoll-, Import- und Informationsverfahren greifen.
Damit können Herkunftsdaten, Erzeugungsflächen und Referenzinformationen künftig strukturiert übernommen und entlang der Lieferkette weitergegeben werden. Das EUDR-Informationssystem der Europäischen Kommission ist für die Übermittlung und Verwaltung der erforderlichen Erklärungen vorgesehen.
Langjährige Partnerschaften in den Herkunftsregionen
Selektive, dokumentierte Einzelbaumentnahme
Bei der Holzbeschaffung aus afrikanischen Naturwäldern setzt WOB auf die selektive Entnahme einzelner ausgewählter Bäume. Die Entnahme wird dokumentiert und mit den Herkunfts- und Lieferkettendaten verknüpft.
Durch den direkten Austausch mit Forstbetrieben, Produzenten und Sägewerken werden Anforderungen an Herkunft, Qualität und Nachweise abgestimmt.
Beschaffung aus kontrollierten Lieferketten
Die Leitlinien von WOB sehen vor, Holz aus legalen Quellen und gut bewirtschafteten Wäldern zu beschaffen. Welche Nachweise dafür vorliegen, hängt von der konkreten Holzart, dem Herkunftsland und der jeweiligen Lieferung ab.
Für Einkäufer bedeutet das: Zertifikate, Konzessionsangaben und Herkunftsdokumente sollten passend zum Auftrag geprüft werden. Pauschale Aussagen über ganze Länder oder Holzarten ersetzen diese lieferbezogene Prüfung nicht.
Daher sollten bereits bei der Anfrage alle verfügbaren technischen Angaben übermittelt werden. So können Lagerbestand, Lieferform und Transport gemeinsam geplant werden.
Holzart, Dimensionen und Verfügbarkeit anfragen
Sie benötigen eine bestimmte Holzart, Sortierung oder Dimension? Übermitteln Sie uns den vorgesehenen Einsatz, die benötigte Menge und den gewünschten Liefertermin. Unsere Ansprechpartner prüfen den aktuellen Bestand und beraten Sie zu verfügbaren Handelsformen, Qualitäten und geeigneten


