Teak und weitere Hölzer für Bootsbau und Yachtausbau
Bootsbauholz passend zum Bauteil auswählen
WOB Timber beliefert Werften, Bootsbauer, Restaurierungsbetriebe und maritime Tischlereien mit ausgewählten Hölzern für Neubau, Reparatur und Innenausbau. Einen besonderen Schwerpunkt bildet Teak für den professionellen Boots- und Yachtbau: Das Angebot umfasst massive Teakplanken und massive Decklösungen ebenso wie FSC®-zertifiziertes Fineline Yacht Decking Teak.
Teak spielt insbesondere bei Yachtdecks und im hochwertigen Bootsbau eine zentrale Rolle. Je nach Deckskonstruktion, erforderlichen Dimensionen und vorgesehener Verarbeitung kommen massive Teakplanken oder Fineline Yacht Decking zum Einsatz. Oregon Pine und Sipo ergänzen das Sortiment für weitere Bauteile und Anwendungen.
Entscheidend bleibt das konkrete Bauteil. Decks, Masten, Rumpfbauteile, Aufbauten und Yachtmöbel stellen unterschiedliche Anforderungen an Holzart, Faserverlauf, Rohdimension, Einschnitt und Holzfeuchte. WOB richtet sein Angebot ausschließlich an gewerbliche Kunden.
Teak für Yachtdecks: massive Planken und Fineline
Für Yachtdecks, Decksanierungen und individuell geplante maritime Beläge bietet WOB sowohl massive Teakplanken und massive Decklösungen als auch Fineline Yacht Decking Teak an. Damit stehen unterschiedliche Materiallösungen für den Neubau, die Erneuerung vorhandener Decks und die Reparatur einzelner Deckbereiche zur Verfügung.
Massive Teakplanken bilden die Grundlage für individuell gefertigte Teakdecks im professionellen Boots- und Yachtbau. Die Auswahl des Materials richtet sich nach dem vorgesehenen Decksaufbau, den benötigten Roh- und Fertigmaßen sowie den Anforderungen an Holzbild und Verarbeitung. Verfügbare Dimensionen, Qualitäten und Mengen werden projektbezogen abgestimmt.
Fineline Yacht Decking Teak FSC® 100% ergänzt das Angebot als Halbfertigprodukt für maritime Beläge. Es ist in Stärken von 5 bis 10 mm, Breiten von 30 bis 200 mm und Längen bis vier Meter erhältlich. Individuelle Fertigmaße können passend zum jeweiligen Decksaufbau angefragt werden.
Für Deckseinfassungen, Leibhölzer und weitere äußere Bauteile ergänzt Iroko/Kambala das Sortiment. Welche Holzart und Lieferform geeignet sind, hängt von der Konstruktion und der vorgesehenen Nutzung ab.
Masten, Bäume und lange leichte Bauteile
Für lange Bauteile mit hohen Anforderungen an Faserverlauf, Gewicht und Maßhaltigkeit kommen insbesondere Oregon Pine und Alaska Sitka Spruce infrage. Beide Holzarten sind als besäumtes Schnittholz erhältlich.
Oregon Pine wird als technisch getrocknete Clears-Rift-Ware angeboten. Der Rift-Einschnitt erzeugt überwiegend stehende Jahresringe und ein geradliniges Holzbild. Neben festen Breiten sind ausgewählte Längen von mehr als vier Metern für den Bootsbau verfügbar.
Alaska Sitka Spruce steht in ausgesuchten Rift-Qualitäten zur Verfügung. Angeboten werden unter anderem 52 und 105 mm starke Querschnitte mit Breiten ab 155 mm; bei 52 mm sind Längen bis 5,80 Meter dokumentiert. Damit bietet das Sortiment eine Grundlage für Masten, Bäume, Leisten und weitere lange Bauteile, bei denen ein möglichst gerader Faserverlauf benötigt wird.
Rumpf, Aufbauten und konstruktive Reparaturen
Für Rumpfbauteile, Aufbauten, Rahmen und Reparaturstücke stehen unterschiedliche afrikanische und europäische Laubhölzer zur Verfügung. Dazu gehören Khaya, Sipo, Makoré, Swietenia, Iroko/Kambala und Europäische Eiche.
Eine pauschale Zuordnung nach dem Prinzip „eine Holzart für alle Rumpfteile“ ist nicht sinnvoll. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach:
- vorhandener Konstruktion und ursprünglicher Holzart
- Beanspruchung und Einbausituation
- benötigtem Rohquerschnitt
- Faserverlauf und zulässiger Astigkeit
- Biege- und Bearbeitungsanforderungen
- Klebstoff- und Beschichtungssystem
- gewünschter natürlicher Dauerhaftigkeit
Sipo ist als besäumtes Schnittholz sowie als Blockware und Boules erhältlich. Iroko/Kambala wird zusätzlich in ausgewählten festen Breiten angeboten. Sipo, Iroko/Kambala und Khaya sind in FSC®-100%-zertifizierten Lieferformen verfügbar.
Yachtmöbel und maritimer Innenausbau
Im Yachtausbau zählen neben technischen Eigenschaften vor allem Farbe, Struktur, Gewicht und Oberflächenwirkung. Sipo, Khaya und Swietenia ergänzen das Sortiment für Möbel, Einbauten, Verkleidungen, Türen und weitere sichtbare Ausbaukomponenten. Sipo bietet ein häufig ruhigeres Erscheinungsbild und wird auch für maßhaltige Bauteile eingesetzt.
Sapeli ergänzt das Angebot für dekorative Anwendungen im maritimen Innenausbau. Seine markante Streifenzeichnung bietet Gestaltungsmöglichkeiten für Möbel, Verkleidungen und andere sichtbare Ausbauflächen.
Je nach Fertigung können fallende Breiten für eine flexible Einteilung oder feste Breiten für wiederkehrende Bauteile wirtschaftlicher sein. Bei zusammenhängenden Innenflächen sollten Anforderungen an Farbe, Struktur und Partiezusammenstellung bereits bei der Anfrage beschrieben werden.
Ausgewählte Bootsbauhölzer bei WOB
Massives Teak für Boots- und Yachtdecks
WOB bietet massive Teakplanken und Material für massive Decklösungen im hochwertigen Boots- und Yachtbau. Werften und Bootsbauer können das Ausgangsmaterial passend zu ihrer Deckskonstruktion und den geplanten Bearbeitungsschritten anfragen.
Für die Materialauswahl sind insbesondere benötigte Stärken, Breiten und Längen, Bearbeitungszugaben sowie Anforderungen an Faserverlauf und Erscheinungsbild relevant. Verfügbarkeit, Lieferform und gegebenenfalls erforderliche Zertifizierungsnachweise werden für die konkrete Ware geprüft.
Fineline Yacht Decking Teak FSC® 100%
Das Fineline Yacht Decking Teak ist ein konkret auf maritime Beläge ausgerichtetes Halbfertigprodukt. Die Kombination aus variablen Stärken, Breiten und Längen ermöglicht die Abstimmung auf unterschiedliche Decksgeometrien und Reparaturbereiche.
Verfügbare Abmessungen:
Stärke: 5 bis 10 mm
Breite: 30 bis 200 mm
Länge: bis 4 Meter
individuelle Fertigmaße auf Anfrage
Das Produkt wird als FSC® 100% angeboten. Weitere allgemeine Aussagen über Herkunft oder Zertifizierung werden nicht pauschal auf andere Teakprodukte übertragen.
Oregon Pine Clears Rift
Oregon Pine Clears Rift richtet sich an Verarbeiter, die astarme Ware, feste Breiten und einen überwiegend stehenden Jahrringverlauf benötigen. Die technisch getrocknete Ware ist unter anderem in 52, 65 und 78 mm Stärke verfügbar.
Je nach Stärke werden Breiten von 91 bis 205 mm und unterschiedliche Mindestlängen angeboten. Für die 78-mm-Ausführung sind besondere Bootsbau-Längen von mehr als vier Metern vorgesehen. Oregon Pine Clears Rift wird aktuell als PEFC-100%-zertifiziertes Schnittholz geführt.
Alaska Sitka Spruce
Sitka Spruce ergänzt das Sortiment für lange, leichte und geradfaserige Bauteile. Die ausgesuchten Rift-Qualitäten stehen in starken Rohdimensionen zur Verfügung und geben Bootsbauern ausreichend Spielraum für Profilierung und weitere Bearbeitung.
Die Ware wird als besäumtes Schnittholz geführt. Für die konkrete Bestellung sollten Mindestbreite, benötigte Länge, zulässige Holzmerkmale und das spätere Fertigmaß genau angegeben werden.
Sipo und weitere ergänzende Laubhölzer
Sipo ergänzt das Teakangebot für Aufbauten, Rahmen, Reparaturstücke und den hochwertigen maritimen Innenausbau. Daneben stehen mit Iroko/Kambala, Khaya und Makoré weitere afrikanische Laubhölzer zur Verfügung. Die Auswahl richtet sich nach dem konkreten Bauteil und den Anforderungen an Konstruktion, Verarbeitung und Erscheinungsbild.
Sipo ist als besäumtes Schnittholz sowie als Blockware und Boules in zahlreichen Stärken bis 78 mm erhältlich. Iroko/Kambala steht als Schnittholz und Blockware sowie in festen Breiten für planbare Zuschnitte zur Verfügung.
Europäische Eiche
Europäische Eiche kommt vor allem für massive Bauteile, traditionelle Konstruktionen und die Restaurierung historischer Schiffe infrage. WOB führt Eiche als Blockware und Kantholz in unterschiedlichen Stärken beziehungsweise Querschnitten.
Bei Ersatzbauteilen müssen Faserverlauf, Querschnitt und Bearbeitungszugaben zum vorhandenen Bauteil passen. Längere oder besondere Dimensionen sollten frühzeitig angefragt werden, da geeignete Ausgangsstämme und Qualitäten nicht kurzfristig beliebig verfügbar sind.
Einschnitt und Qualität passend festlegen
Rift und Halbrift gezielt einsetzen
Beim Rift-Einschnitt verlaufen die Jahresringe überwiegend stehend zur Brettoberfläche. Das führt zu einem geradlinigen Erscheinungsbild und kann das Quell- und Schwindverhalten über die Brettbreite gleichmäßiger machen.
Für lange Profile, Leisten, Masten oder maßhaltige sichtbare Bauteile kann dies ein wesentlicher Vorteil sein. Trotzdem muss nicht jedes Bauteil aus Rift-Ware gefertigt werden. Fladerschnitt oder gemischte Einschnitte können je nach Konstruktion, Oberflächenwunsch und verfügbarer Ausbeute ebenfalls sinnvoll sein.
Faserverlauf und natürliche Holzmerkmale
Bei langen oder schlanken Bauteilen ist ein möglichst gerader Faserverlauf besonders wichtig. Äste, Harzgallen, Risse oder starke Faserabweichungen können die Verwendbarkeit einzelner Abschnitte einschränken.
Die benötigte Qualität sollte deshalb nicht nur mit einer allgemeinen Sortierbezeichnung beschrieben werden. Hilfreicher sind konkrete Angaben dazu, welche Merkmale im späteren Bauteil zulässig sind und wie groß die benötigte durchgehend nutzbare Fläche sein muss.
Rohmaß und Fertigmaß unterscheiden
Die Bestellung sollte immer das benötigte Rohmaß berücksichtigen. Hobeln, Profilieren, Heraustrennen von Merkmalen und mögliche Maßveränderungen durch weitere Konditionierung reduzieren den nutzbaren Querschnitt.
Für ein belastbares Angebot benötigt WOB deshalb nicht nur das spätere Fertigmaß, sondern auch die vorgesehenen Bearbeitungsschritte und die erforderlichen Zugaben. Gerade bei langen Bauteilen kann eine knappe Rohdimension die gesamte Materialausbeute beeinträchtigen
Holzfeuchte und Trocknung für den Fertigungsprozess
Zielfeuchte projektbezogen abstimmen
Eine universelle Holzfeuchte für den gesamten Bootsbau gibt es nicht. Die geeignete Zielfeuchte hängt vom Bauteil, vom späteren Einsatzklima, von der Lagerung in der Werft und vom verwendeten Klebstoff- oder Beschichtungssystem ab.
Bei der Anfrage sollte deshalb die tatsächlich benötigte Holzfeuchte oder zumindest der vorgesehene Fertigungsprozess genannt werden. So lässt sich prüfen, ob vorhandene Ware direkt verarbeitet werden kann oder eine weitere Konditionierung erforderlich ist.
Eigene Vakuumtrocknung
WOB betreibt drei Vakuumtrockenkammern und kann auch stärkere Holzdimensionen auf eine abgestimmte Holzfeuchte trocknen. Die Vakuumtrocknung erweitert damit den Spielraum bei Projektware, besonderen Querschnitten und zeitlich geplanten Fertigungsabläufen.
Ob eine Nachtrocknung möglich ist, richtet sich nach Holzart, Stärke, Ausgangsfeuchte, gewünschtem Zielwert und dem verfügbaren Zeitfenster. Die Abstimmung sollte möglichst erfolgen, bevor die Ware für die Produktion fest eingeplant wird.
Verklebung und Oberflächenbehandlung
Die Verarbeitungsbedingungen müssen zur jeweiligen Holzart passen. Inhaltsstoffreiche Hölzer können andere Anforderungen an Reinigung, Oberflächenvorbereitung, Klebstoff und Beschichtung stellen als leichte Nadelhölzer oder weniger extraktstoffreiche Laubhölzer.
WOB liefert das geeignete Rohmaterial und kann Holzfeuchte und Handelsform abstimmen. Die Freigabe des Klebe- und Beschichtungsaufbaus bleibt Aufgabe des verarbeitenden Betriebs beziehungsweise des jeweiligen Systemherstellers.
Holz für Neubau, Reparatur und Restaurierung
Neubau und wiederkehrende Fertigung
Bei Neubauprojekten sind reproduzierbare Dimensionen, definierte Qualitäten und planbare Mengen besonders wichtig. Feste Breiten und standardisierte Rohquerschnitte können die Produktion von Profilen, Rahmen oder Ausbaukomponenten vereinfachen.
Für längere Projektphasen sollte früh geklärt werden, ob die benötigte Menge aus einer zusammenpassenden Partie bereitgestellt werden muss. Das ist besonders bei sichtbaren Innenausbauten und wiederkehrenden Bauteilen relevant.
Reparaturen und Ersatzbauteile
Bei Reparaturen muss das neue Holz zur vorhandenen Konstruktion passen. Neben der Holzart können Farbe, Dichte, Faserverlauf und das bisherige Quell- und Schwindverhalten eine Rolle spielen.
Benötigt werden meist ausreichend große Rohdimensionen, aus denen das Ersatzteil mit passenden Zugaben gefertigt werden kann. Fotos, Zeichnungen und Angaben zum ausgebauten Bauteil erleichtern die Auswahl einer geeigneten Partie.
Restaurierung historischer Schiffe
Bei der Restaurierung der Viermastbark „Peking“ wurde das frühere Pitch-Pine-Deck durch Oregon Pine ersetzt. Iroko/Kambala kam als äußere Einfassung beziehungsweise als Leibhölzer zum Einsatz. Bei der Holzauswahl wurden unter anderem Feinjährigkeit, Rissfreiheit und das Fehlen von Harzgallen berücksichtigt; außerdem wurde das Material kontrolliert getrocknet.
Das Projekt zeigt, wie unterschiedlich die Anforderungen innerhalb eines einzigen Schiffs sein können: Das Deck und seine Einfassung benötigten jeweils eine eigene Materiallösung.
Zertifizierung und nachvollziehbare Herkunft
Nachweise für die konkrete Ware
Zertifizierungen werden produktbezogen ausgewiesen. Zum aktuell zertifizierten Sortiment gehören unter anderem:
Fineline Yacht Decking Teak: FSC® 100%
Oregon Pine Clears Rift: PEFC 100%
Khaya: FSC® 100%
Iroko/Kambala: FSC® 100%
Sapeli: FSC® 100%
Sipo: FSC® 100%
Europäische Eiche in ausgewählten Handelsformen: FSC® beziehungsweise PEFC
Welche Zertifizierung für die konkrete Dimension und Lieferform verfügbar ist, muss gemeinsam mit Menge und Liefertermin geprüft werden.
Anforderungen frühzeitig nennen
Wird ein FSC®- oder PEFC-Nachweis für eine Ausschreibung, eine Werftvorgabe oder die weitere Lieferkette benötigt, sollte dies bereits in der Anfrage angegeben werden. So kann WOB gezielt prüfen, welche Partie die geforderte Aussage auf den Lieferdokumenten ermöglicht.
Die technischen Systeme und Schnittstellen für die EUDR-Rückverfolgbarkeit sind eingerichtet. Die operative Nutzung erfolgt entsprechend den geltenden Abläufen und Anforderungen.
Bootsbauholz und Verfügbarkeit anfragen
Diese Angaben benötigen wir
Für eine gezielte Prüfung sollten möglichst folgende Informationen vorliegen:
- vorgesehenes Bauteil und Einbauort
- gewünschte Holzart oder zulässige Alternativen
- benötigtes Rohmaß und Fertigmaß
- Mindestlänge und Gesamtmenge
- gewünschter Einschnitt, etwa Rift oder Halbrift
- Anforderungen an Astigkeit und Faserverlauf
- benötigte Holzfeuchte
- Klebstoff- und Beschichtungssystem
- erforderliche Zertifizierung
- Liefertermin und Zielort



